19. April 2026: Friedenskonzert

Interkulturelles Konzertprogramm
Sonntag, 19. April 2026
17:00 Uhr
Synagoge Beit Tikwa
Eintritt frei

Im Rahmen des Musikfestivals Phoenix findet eine Reihe von Friedenskonzerten in mehreren Bundesländern statt. Die Konzerte sind Teil einer bundesweiten Initiative, die in Zeiten anhaltender Konflikte und globaler Krisen das friedliche Miteinander durch kulturelle Veranstaltungen stärken möchte.

Die Veranstaltungsreihe präsentiert sorgfältig kuratierte Programme, in denen unterschiedliche musikalische Traditionen und Ausdrucksformen zusammengeführt werden. Auf diese Weise entsteht ein kultureller Raum, der Begegnung ermöglicht, den Dialog fördert und die verbindende Kraft der Musik erlebbar macht.

Konzertprogramm Friedenskonzert 

1. Kol haOlam kulo (Baruch Chait)
2. Adon Olam
3. Thema aus Schindlers Liste (John Williams)
4. Be my love (Nicholas Brodszky)
5. Dunkelrote Rosen (Carl Millöcker)
6. Jerusalem of Gold (Naomi Shemer – 1967)
7. Potpourri
8. Melodie (P. Tschaikovsky)
9. Gizil üzük (Tofiq Quliyev)
10. Aserbaidschan (Muslim Magomayev)
11. Tumbabalaika (traditional)
12. „Maria“ aus dem Musical West Side Story
(Leonard Bernstein)
13. Avinu Malkeinu

Inna Sokol wurde in Moskau in eine Musikerfamilie geboren. Ihre musikalische Ausbildung erhielt sie am Gnessin-Musikgymnasium sowie an der renommierten Gnessin-Musikakademie in Moskau. Bereits während ihres Studiums begann sie ihre künstlerische Laufbahn im Opernstudio der Akademie und sammelte dort erste Bühnenerfahrungen. Ihre Konzerttätigkeit führte sie zunächst auf verschiedene Bühnen in Russland. Später setzte sie ihre musikalische Karriere in Deutschland und anderen europäischen Ländern fort. Ihr vielseitiges Repertoire umfasst klassische Opernarien, Arien aus Operetten, russische Romanzen und Volkslieder sowie italienische und jüdische Lieder. Neben ihrer Konzerttätigkeit widmet sich Inna Sokol seit vielen Jahren intensiv der Gesangspädagogik. Seit über 19 Jahren unterrichtet sie Gesang und gibt ihre musikalische Erfahrung an Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiter. In Köln leitet sie außerdem Kinder- und Erwachsenenchöre und engagiert sich aktiv in der musikalischen Bildungsarbeit.

Ruslan Aliyev, gebürtig aus Aserbaidschan, ist diplomierter Musik- und Gesangspädagoge. Seine Ausbildung absolvierte er an der Musikhochschule in Baku sowie an der Hochschule für Musik in Köln und Aachen. Er ist als Konzertsänger, Gesangspädagoge, Chorleiter und Dirigent tätig. Ruslan Aliyev leitet mehrere Chöre in der Region, darunter „KlangArt“ (Siegburg), „Melodie“ (Asbach), „KlangFarben“ (Eitorf) sowie das Gesangsensemble „ACanta“ (Köln/Siegburg). Darüber hinaus gibt er regelmäßig Workshops zur chorischen Stimmbildung im Rahmen von Chortagen und engagiert sich aktiv in der musikalischen Bildungsarbeit.

FAIQ (geb. 1963) spielt seit seinem 7. Lebensjahr Geige. Nach dem Abschluss des Musikgymnasiums setzte er sein Studium am weltberühmten Peter-Tschaikowsky-Konservatorium fort das er 1990 erfolgreich abschloss. Zwischen 1979 und 1994 war er Preisträger zahlreicher nationaler, regionaler und internationaler Wettbewerbe. Als Orchestermusiker arbeitete er mit legendären Dirigenten wie Lorin Maazel, Leonard Slatkin, Valery Gergiev, Christoph Eschenbach, Manfred Honeck und anderen zusammen. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in die USA, nach Südamerika, China, Japan, Australien und ganz Europa. Seit 2014 leitet er das Musikfestival Phoenix.

Im Rahmen des Musikfestivals Phoenix veranstalten wir eine Reihe von Friedenskonzerten in mehreren Bundesländern. Diese Konzerte sind Teil einer bundesweiten Initiative, die in Zeiten anhaltender Konflikte und globaler Krisen das friedliche Miteinander durch kulturelle Veranstaltungen fördert.

Ziele des Projekts:

  • Förderung des Friedens: Ein starkes Signal an die Gesellschaft, wie wichtig Frieden und Verständigung sind.
  • Kulturelle Diversität: Förderung des interkulturellen Austauschs durch verschiedene Musikrichtungen und Künstler aus unterschiedlichen Ländern.
  • Gemeinschaftliches Erlebnis: Schaffung eines inspirierenden Erlebnisses, das Menschen verbindet und eine Plattform für Dialog und Verständnis bietet.

Friedenskonzert im Rahmen des Musikfestivals Phoenix in Beit Tikwa

Im Rahmen des bundesweiten Musikfestivals Musikfestival Phoenix fand in unserer Synagoge Beit Tikwa ein eindrucksvolles Friedenskonzert statt, das Teil einer Konzertreihe in mehreren Bundesländern ist. Ziel dieser Initiative ist es, in Zeiten anhaltender Konflikte und globaler Krisen das friedliche Miteinander durch kulturelle Begegnung zu stärken und die verbindende Kraft der Musik erlebbar zu machen.

Das sorgfältig kuratierte Programm verband unterschiedliche musikalische Traditionen und Ausdrucksformen zu einem stimmigen Ganzen. Von jüdischen liturgischen Gesängen über klassische Werke bis hin zu internationalen Liedern entstand ein facettenreicher musikalischer Raum, der das Publikum gleichermaßen berührte und inspirierte.

Zu Beginn erklang „Kol haOlam kulo“ von Baruch Chait, gefolgt von „Adon Olam“, das die spirituelle Dimension des Abends eröffnete. Mit dem Thema aus Schindlers Liste von John Williams wurde eine nachdenkliche und emotionale Tiefe erreicht, die im weiteren Verlauf des Konzerts immer wieder aufgegriffen wurde. Werke wie „Jerusalem of Gold“ von Naomi Shemer oder „Avinu Malkeinu“ knüpften daran an und verliehen dem Abend eine besondere Würde.

Gleichzeitig bot das Programm auch beschwingte und lebensfrohe Momente. So sorgten Stücke wie „Dunkelrote Rosen“ von Carl Millöcker für eine heitere Atmosphäre, die sich in einer spontanen Tanzeinlage von Ruslan Aliyev gemeinsam mit einer Zuschauerin widerspiegelte und das Publikum sichtbar erfreute. Auch internationale Beiträge wie „Gizil üzük“ von Tofiq Quliyev oder „Aserbaidschan“ von Muslim Magomayev erweiterten das musikalische Spektrum des Abends.

Die künstlerische Gestaltung lag in den Händen hochkarätiger Musikerinnen und Musiker. Inna Sokol überzeugte mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und einem breiten Repertoire, das von Opernarien bis zu Volksliedern reicht. Ruslan Aliyev beeindruckte nicht nur gesanglich, sondern auch durch seine Bühnenpräsenz und Vielseitigkeit. Der Geiger Faik Aliyev, künstlerischer Leiter des Festivals, verlieh dem Konzert mit seinem virtuosen Spiel zusätzliche Tiefe.

Einfühlsam begleitet wurden die Solistinnen und Solisten von Zamira Kumarzhanova und Emma Rintel am Klavier, die den unterschiedlichen musikalischen Stimmungen des Abends souverän folgten und diese fein nuanciert unterstützten.

Das Friedenskonzert zeichnete sich durch seine besondere Atmosphäre aus. Ernsthafte, nachdenkliche Momente wechselten sich mit leichten und beschwingten Passagen ab, ohne dass der inhaltliche rote Faden verloren ging. Gerade diese Mischung machte den Abend zu einem eindrucksvollen Erlebnis, das zeigte, wie Musik Brücken schlagen und Menschen miteinander verbinden kann.

So wurde das Konzert in Beit Tikwa nicht nur zu einem künstlerischen Ereignis, sondern auch zu einem lebendigen Zeichen für Dialog, Verständigung und ein friedliches Miteinander.

Fotos: Noa Gugat

Infos für Ihren Besuch vor Ort

Die Synagoge ist ein Ort des Gebets, der Begegnung und des lebendigen jüdischen Lebens. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass besondere Sicherheitsvorkehrungen notwendig sind, um unsere Gemeinde, unsere Gäste und unsere Veranstaltungen zu schützen.

Hier finden Sie alle Infos für Ihren Besuch vor Ort.