
12. April 2026: Shofar Gadol – Der Schofar im Ghetto
Am Sonntag, 12. April 2026, lädt die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld zu einem besonderen Konzert im Zeichen von Jom HaShoa ein. Unter dem Titel „Shofar Gadol – Der Schofar im Ghetto“ widmet sich der Nachmittag dem Klang, der Geschichte und der spirituellen Kraft des Schofars. Jenes uralten jüdischen Ritualhorns, das wie kaum ein anderes Instrument für Erinnerung, Mahnung und Hoffnung steht.
Der Schofar – Ruf, Erinnerung und Widerstand
Der Schofar gehört zu den ältesten Ritualinstrumenten der Welt. In der Hebräischen Bibel wird er häufiger erwähnt als jedes andere Musikinstrument. Sein Klang begleitet im Judentum zentrale religiöse Momente – insbesondere Rosch HaSchana und Jom Kippur – und gilt als Ruf zur Besinnung, zur Umkehr und zur inneren Erneuerung.
Im 20. Jahrhundert erhielt dieser Klang eine weitere, zutiefst erschütternde Dimension. In Ghettos und Konzentrationslagern versuchten jüdische Menschen unter Lebensgefahr, Schofarhörner herzustellen, aus gefundenem Tierhorn, aus Holz oder sogar aus improvisierten Materialien. Der Klang des Schofars wurde so zu einem Zeichen der Hoffnung, der Identität und des geistigen Widerstands inmitten von Entrechtung und Vernichtung. Der Klang des Schofars wurde so zu einem Zeichen der Hoffnung, der Identität und des geistigen Widerstands inmitten von Entrechtung und Vernichtung.
Das Programm „Shofar Gadol – Der Schofar im Ghetto“ verbindet Werke aus der jüdischen geistlichen Tradition mit Kompositionen verfolgter und verfemter Komponisten. Zwischen den musikalischen Beiträgen werden historische Berichte und Zeugnisse vorgestellt, die die Geschichte des Schofars in der Zeit der Shoa lebendig werden lassen.
Musik wird hier nicht nur als ästhetisches Erlebnis verstanden, sondern als Form des Erinnerns – als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Infos für Ihren Besuch vor Ort
Die Synagoge ist ein Ort des Gebets, der Begegnung und des lebendigen jüdischen Lebens. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass besondere Sicherheitsvorkehrungen notwendig sind, um unsere Gemeinde, unsere Gäste und unsere Veranstaltungen zu schützen.


