Prof. Dr. Jan Gerber – Das Verschwinden des Holocaust

Vortrag: Zum Wandel der Erinnerung. Reihe: anti:semitismus - Das Gerücht über die Juden
Mittwoch, 27. Januar 2027
19:00 Uhr
VHS, Historischer-Saal, Ravensberger Park 1
Kostenlos

Die Erinnerung an den Holocaust schwindet. Seine Singularität wird zusehends infrage gestellt. Jan Gerber geht den Ursachen dieser Entwicklung nach. Er fragt nach jenen Bedingungen von Erinnerung und Erkenntnis, die gegenwärtig zu erodieren scheinen. Dazu verbindet er die Gedächtnisgeschichte des Holocaust mit der Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Auf diese Weise werden die aktuellen Debatten über die Bedeutung des Holocaust, sein Verhältnis zu den Kolonialverbrechen und die Politik Israels historisch eingeordnet. Es entsteht eine integrierte Geschichte der Holocaust-Erinnerung.

Prof. Dr. Jan Gerber ist Politikwissenschaftler und Historiker. Er ist Leiter des Forschungsressorts »Politik« am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow und Honorarprofessor für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Moderne jüdische Geschichte an der Universität Leipzig.

Zur Person

Prof. Dr. Jan Gerber ist Politikwissenschaftler und Historiker. Er studierte Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft, Geschichte sowie Medien- und Kommunikationswissenschaft in Halle und Leipzig. 2009 wurde er am Institut für Politikwissenschaft der Universität Halle-Wittenberg promoviert.

Seit 2009 ist Gerber am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Leipzig tätig. 2016 habilitierte er sich an der Universität Leipzig mit einer Arbeit über den Slánský-Prozess von 1952 in Prag. Heute leitet er am Dubnow-Institut das Forschungsressort „Politik“ und ist Honorarprofessor für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Moderne jüdische Geschichte an der Universität Leipzig.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte und Nachwirkung des Holocaust, die Geschichte der Arbeiterbewegung und der politischen Linken sowie die Ideengeschichte. Zu seinen Büchern zählen „Karl Marx in Paris. Die Entdeckung des Kommunismus“ (2018), „Das letzte Gefecht. Die Linke im Kalten Krieg“ (erweiterte Neuauflage 2022), „Das Verschwinden des Holocaust. Zum Wandel der Erinnerung“ (2025) und „Fluchtpunkt Entebbe. Der linke Terrorismus und Israel“ (2026).

Prof. Dr. Jan Gerber. Foto: Tiamat Verlag

Eintritt frei

Mi, 27.01.2027, 19:00 Uhr

VHS, Murnau-Saal, Ravensberger Park 1

Kostenlos

anti:semitismus

Das Gerücht über die Juden

Eine Reihe des Bündnisses gegen Antisemitismus, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der Jüdischen Kultusgemeinde und der VHS.

Flyer mit Gesamtprogramm der Reihe

Veranstalter:

Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld K.d.ö.R.

Bündnis gegen Antisemitismus:

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld

Bielefelder Arbeitsgemeinschaft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V.

VHS Bielefeld

Infos für Ihren Besuch vor Ort

Die Synagoge ist ein Ort des Gebets, der Begegnung und des lebendigen jüdischen Lebens. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass besondere Sicherheitsvorkehrungen notwendig sind, um unsere Gemeinde, unsere Gäste und unsere Veranstaltungen zu schützen.

Hier finden Sie alle Infos für Ihren Besuch vor Ort.