Susanne Heim – Die Abschottung der Welt

Vortrag - Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933–1945. Reihe: anti:semitismus - Das Gerücht über die Juden
Freitag, 27. November 2026
19:00 Uhr
VHS, Murnau-Saal, Ravensberger Park 1
Kostenlos

Die Abschottung der Welt

Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933–1945

In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Jüdinnen und Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Susanne Heim hat erstmals systematisch untersucht, welche perfiden Barrieren die freien Länder der Welt gegen die Flüchtlinge errichteten. Sie führt eindringlich vor Augen, warum nur so wenigen Jüdinnen und Juden die Flucht gelang – bis der NS-Staat die Emigration verbot und den Massenmord organisierte. Nach dem Vortrag von Prof. Heim wird sie in einem Gespräch mit Prof. Morina das Thema vertiefen.

Susanne Heim, Historikerin und Politikwissenschaftlerin, war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945“, Gastprofessorin in Wien.

Christina Morina ist Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Bielefeld.

Zu den Personen

Prof. Dr. Susanne Heim, geboren 1955, ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust sowie die internationale Flüchtlingspolitik.

Von 2005 bis 2020 war sie Projektkoordinatorin bzw. Projektleiterin und Mitherausgeberin der 16-bändigen Quellenedition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“. Im Wintersemester 2009/10 hatte sie eine Gastprofessur am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien inne.

Heim hat zahlreiche Arbeiten zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust veröffentlicht. 2025 erschien ihr Buch „Die Abschottung der Welt. Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933–1945“.

Susanne Heim. Foto: Adrienne Gerhäuser.

Prof. Dr. Christina Morina, geboren 1976 in Frankfurt (Oder), ist Historikerin. Sie studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Journalistik an den Universitäten Leipzig, Ohio und Maryland und wurde 2007 promoviert.

Von 2008 bis 2015 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Jena, wo sie sich 2017 mit einer Arbeit über die Ursprünge des Marxismus habilitierte. Von 2015 bis 2019 war sie DAAD-Fachlektorin am Duitsland Instituut der Universität Amsterdam. Seit 2019 ist sie Professorin für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte an der Universität Bielefeld.

Zu ihren Forschungsgebieten gehören die deutsche und europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie die Geschichte politischer Ideen und Bewegungen. Für ihr Buch „Tausend Aufbrüche. Die Deutschen und ihre Demokratie seit den 1980er Jahren“ erhielt sie 2024 den Deutschen Sachbuchpreis.

Eintritt frei

Fr, 27.11.2026, 19:00 Uhr

VHS, Murnau-Saal, Ravensberger Park 1

kostenlos

anti:semitismus

Das Gerücht über die Juden

Eine Reihe des Bündnisses gegen Antisemitismus, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der Jüdischen Kultusgemeinde und der VHS.

Flyer mit Gesamtprogramm der Reihe

Veranstalter:

Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld K.d.ö.R.

Bündnis gegen Antisemitismus:

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld

Bielefelder Arbeitsgemeinschaft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V.

VHS Bielefeld

Infos für Ihren Besuch vor Ort

Die Synagoge ist ein Ort des Gebets, der Begegnung und des lebendigen jüdischen Lebens. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass besondere Sicherheitsvorkehrungen notwendig sind, um unsere Gemeinde, unsere Gäste und unsere Veranstaltungen zu schützen.

Hier finden Sie alle Infos für Ihren Besuch vor Ort.