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Informationsblatt der jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld

Hier können Sie einen Überblick über die neuen Ereignisse unserer Gemeinde bekommen und das aktuelle Informationsblatt der jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld downloaden.

Aktuelles

Logo - Aktiv Preistragende.jpgDie Bundeszentrale für politische Bildung teilt mit:

Im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2023 wurde das Projekt der Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld, Frau Irith Michelsohn, „Vorurteile abbauen - Brücken überwinden - Vertrauen gewinnen“ eingereicht. Dies wurde von der Auswahljury als vorbildlich eingestuft und ausgezeichnet. Dazu gratulieren wir sehr herzlich!


Einladung zur Mitwirkung an einem Kunstprojekt über Frauen


Flyer - Begegnungsreise Polen


Hebräisch-Unterricht in der gymnasialen Oberstufe

Die Gemeinde sammelt Spenden für die ukrainischen Kriegsflüchtlinge

Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld K.d.ö.R.
Bank im Bistum Essen
BIC: GENODED1BBE
IBAN: DE14 3606 0295 0010 5490 19

Wenn Sie für die Flüchtlinge spenden wollen, bitten wir Sie als Verwendungszweck "Spende für die Ukraine" anzugeben, sowie Ihren Vor- und Nachnamen und vollständige Anschrift.

Veranstaltungen + Termine

Lesung

Herr Axel von Ernst vom Lilienfeld-Verlag liest aus der Autobiographie von Karen Gershon „Das Unterkind“

Donnerstag, 25. Januar 2024 um 19.00 Uhr

Synagoge Beit Tikwa – Detmolder Str. 107 – 33604 Bielefeld

Karen Gershon, geboren 1923 als Käthe Löwenthal in Bielefeld, gelangte als 15-Jährige 1938 nach Großbritannien, während ihre Eltern in Deutschland zurückblieben und ermordet wurden. Ende der 1960er-Jahre zog sie nach Israel, kehrte aber Mitte der 1970er-Jahre wieder zurück und ließ sich in Cornwall nieder. Sie veröffentlichte im Laufe ihres Lebens Gedichtbände, Sachbücher, Autobiografisches sowie Romane und wurde für ihr Werk mehrfach mit Preisen gewürdigt. Ihre Autobiografie Das Unterkind erschien 1992 zuerst in der deutschen Übersetzung Sigrid Daubs, die sie noch redigieren konnte, und postum 1994 im englischen Original (A Lesser Child). Ein zweiter Teil über die Jahre 1938 bis 1943 wurde unter dem Titel A Tempered Wind erst 2009 veröffentlicht. Karen Gershon starb 1993.

Multimediale Installation „Fractured Legacy“

Multimediale Installation „Fractured Legacy“ der Kanadischen Künstlerin Mia Weinberg

Samstag, 27. Januar 2024 um 18.00 Uhr

Synagoge Beit Tikwa – Detmolder Str. 107 – 33604 Bielefeld

Mia Weinberg ist in London zur Welt gekommen. Ihre Ausbildung zur Künstlerin erhielt sie in Kanada. Heute lebt sie in Vancouver. Ihre Werke können multimedial, installativ, partizipativ oder kontextuell sein. Die Familie Weinberg lebte fast 300 Jahre in Werther (Westf.).

Die Installation „Fractured Legacy“ – das „zerbrochene Vermächtnis“ – handelt von der Geschichte dieser Familie Weinberg und ihren Wurzeln. In diesem Werk begegnen uns die Vorfahren der Künstlerin, darunter angesehene Mitglieder der Stadt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgreiche Kaufleute und Unternehmer waren. In Werther gab es zu dieser Zeit eine jüdische Gemeinde, eine Synagoge, einen jüdischen Friedhof. Die meisten Spuren davon sind der Diktatur der Nationalsozialisten zum Opfer gefallen. Auch in Werther erlebte die jüdische Bevölkerung Ausgrenzung und Gewalt, sie wurde zum Verlassen ihrer Heimat gezwungen oder gefangen genommen und in Konzentrationslagern ermordet. Auch in Werther gab es Menschen, die diese Verbrechen guthießen und sich sogar daran beteiligten.

Sie tauchen in der Installation nicht auf. Sie stören die Begegnung der Betrachter mit der Familie nicht. Doch durch die Worte von Kurt Wilhelm Weinberg, Mias Vater, durch seine Geschichten und Erinnerungen, tauchen deren Taten wieder auf. Aufgenommen wurde das Gespräch zwischen Vater und Tochter während einer gemeinsamen Reise – sie besuchten 1994 mehrere Orte in Werther, die in der Familiengeschichte eine Rolle spielen. Die Künstlerin begab sich auf die Spur der eigenen Herkunft und wurde von ihrem Vater begleitet auf der Suche nach der eigenen Identität: Was verbindet sie mit Werther? Was mit den allein durch historische Fotografien bekannten Vorfahren, die bis zur erzwungenen Aufgabe der Geschäfte 1938 eine Zigarrenfabrik im „Haus Werther“ betrieben? Wie bestimmt die Geschichte der Familie ihren Weg als Künstlerin, ihre Identität, ihr heutiges Leben? Und wie verhalten wir uns zu unserer Geschichte, wenn in der Installation heute verlorene Orte jüdischen Lebens in Werther auf unsere Körper projiziert werden und wir gleichzeitig von Vertreibungen und Ermordungen hören? Auch wir sind Teil dieses Vermächtnisses.

Die Synagoge Beit Tikwa ist ein besonders geeigneter Ort, der die Auseinandersetzung mit Geschichte nicht nur ermöglicht, sondern sie ausdrücklich herausfordert.

Die Ausstellung ist eine Leihgabe des Museums Peter August Böckstiegel. Sie wird begleitet von einem Katalog in deutscher und englischer Sprache, sowie von einer Medienstation mit erläuternden Filmsequenzen.

Wir freuen uns, dass die Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld eine großartige Stuhlspende von der Firma pro office, Büro- und Objekteinrichtung in Lemgo für ihre ukrainischen Flüchtlinge erhalten hat. Die Gemeinde hat mit Unterstützung der Stadt Bielefeld und der evangelischen Kirche sowie privaten Wohnungsgebern mehr als 35 Familien (insgesamt 120 Personen) Wohnungen zur Verfügung stellen können, die alle möbliert werden müssen.

Rückblicke

Baumfällarbeiten

Baumfällarbeiten auf dem Jüdischen Friedhof

Die Firma Baumfällservice Matthias Gerlach aus Oerlinghausen hat zum wiederholten Mal Baumfällarbeiten auf dem Friedhof der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld durchgeführt. Diese wurden leider durch Sturmschäden oder durch Pilzbefall an den Bäumen nötig.