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Informationsblatt der jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld

Hier können Sie einen Überblick über die neuen Ereignisse unserer Gemeinde bekommen und das aktuelle Informationsblatt der jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld downloaden.

Jüdisches Leben in Deutschland 2021

Veranstaltungen + Termine

Jüdische Kulturtage Bielefeld - 02.09.-10.10.21 - Flyer

Singt Gott ein neues Lied

Die Bedeutung der Musik für das Judentum

am Dienstag 24. August 2021 um 19.00 Uhr

Eröffnung der Vortragsreihe
„17 Jahrhunderte–Jüdisches Leben in Deutschland und in Westfalen“
durch Dr. h. c. Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen
Vortrag: Kantor Isidoro Abramowicz, Berlin
Synagoge Beit Tikwa Detmolder Straße 107 - 33604 Bielefeld

Die Musik ist der Spiegel der Seele, der sublime Ausdruck des Menschen. Zahlreiche Beispiele für Musik im Judentum gibt es schon in der Tora und im Talmud. Beim Auszug aus Ägypten wird der Durchzug durch das Rote Meer von Musik und Lied begleitet. Es ist nicht das letzte Mal, dass Mose das Volk mit einem Lied einstimmt. Der Prophet Samuel beschreibt, wie David für König Saul in einer Zeit des Kummers auf der Harfe spielt und der böse Geist sich daraufhin von Saul zurückzieht.

Im Loben und Trauern ist Musik für Juden präsent, beim Feiern und beim Heilen.

Was ist aber Jüdische Musik? Gibt es überhaupt Jüdische Musik?

Worin unterscheidet sich die Jüdische Musik von der Musik anderer Religionen? Welche Einflüsse hat die Jüdische Musik auf andere Völker und wie hat sich die Jüdische Musik durch die Nachbarvölker verändert?

In seinem Vortrag wird Kantor Isidoro Abramowicz solche und andere Themen analysieren: Die Musik der Psalmen und das musikalische Vortragen der Tora. Das Lied zur Geburt, zur Hochzeit und zum Tod des Menschen. Eine Reise durch die Geschichte der Jüdischen Musik, religiös und säkular.

Isidoro Abramowicz wurde in Buenos Aires, Argentinien, geboren und arbeitet als Kantor der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Zudem leitet er die Kantorenausbildung am Abraham Geiger Kolleg an der Universität Potsdam.

» 17 Jahrhunderte (Bielefeld) [PDF]

Konzert: Liturgische Musik

zum 200. Geburtstag von Louis Lewandowski

am Mittwoch, 25. August 2021 um 19.00 Uhr

Gesang: Isidoro Abramowicz Orgel: Dr. Jakub Stefek
Synagoge Beit Tikwa Detmolder Straße 107 - 33604 Bielefeld

Regulärer Eintritt: 10,– € Ermäßigter Eintritt: 8,– €
Reservierung / Vorbestellung
per Mail an info@juedische-gemeinde-bielefeld.de oder telefonisch unter 0521-123083 (montags bis donnerstags, 9.00 bis 15.00 Uhr). Bestellte Karten müssen 30 Minuten vor Konzertbeginn an der Abendkasse abgeholt werden.

Der 1821 in der damals zu Preußen gehörenden Provinz Posen (heute Polen) geborene Louis (Lazarus) Lewandowski gehörte zu den einflussreichsten jüdischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. In seiner langjährigen Tätigkeit in der jüdischen Gemeinde in Berlin, insbesondere an der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße, konnte er die Traditionen des synagogalen Gesangs verbinden mit den musikalischen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts. Die liberalen Reformen im Judentum griff er auf und integrierte Chorgesang und Orgel in die liturgische Musik des Synagogengottesdienstes. So geht eine neue Liturgie mit Orgelmusik auf seine Initiative zurück. Wegen seiner Chormusik wurde er sogar als „Mendelssohn der Synagogalmusik“ bezeichnet.

Isidoro Abramowicz, Kantor in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Direktor der Kantorenausbildung am Abraham Geiger Kolleg Potsdam, erinnert in seinem Bielefelder Konzert an den großen Berliner Komponisten und setzt dessen liturgische Werke in Beziehung zu synagogaler Musik weiterer Komponisten.

Bitte beachten Sie: Je nach Stand der Corona-Epidemie kann es zu Einschränkungen kommen. Bitte erkundigen Sie sich eine Woche vor den Veranstaltungen, ob und wie Vortrag und Konzert stattfinden können.

Es besteht die Möglichkeit, sich in der Jüdischen Kultus- gemeinde Bielefeld vor den Veranstaltungen auf Corona testen zu lassen (Schnelltest). Falls Sie diese Möglichkeit in Anspruch nehmen wollen, bitten wir Sie, rechtzeitig vor den Veranstaltungen Geburtsdatum und Telefonnummer bei der Jüdischen Kultusgemeinde anzugeben.

» 17 Jahrhunderte (Bielefeld) [PDF]

Beatriz und die Platane:

Ilse Losa - Erinnerung an eine preisgekrönte deutsch-jüdische Kinderbuchautorin
Eine szenische Lesung für Kinder mit Isabel Remer und Cornelia Rössler, Theaterpädagogin
am Sonntag, 19. September 2021 um 11.30 Uhr

Sukka der Jüdischen Kultusgemeinde – Detmolder Straße 107 – 33604 Bielefeld

Mit Schauspiel, Lesung und Musik präsentieren die Bielefelder Theatermacher Isabel Remer und Daniel Scholz Ausschnitte aus dem Kinderbuch „Beatriz und die Platane“. Die Geschichte handelt von einem mutigen Mädchen, das sich gegen die Entscheidung des Stadtrates auflehnt, eine alte Platane zu fällen, die nicht ins moderne Stadtbild passt. Geschrieben hat das Buch die lokale Exilschriftstellerin Ilse Losa (* 20. März 1913 in Buer bei Melle; 1934 Emigration nach Portugal, gestorben am 6. Januar 2006 in Porto). Die deutsch-jüdische Autorin ist in Portugal preisgekrönt, in Deutschland jedoch wenig bekannt. Ihre Kinderbücher sind bislang nicht ins Deutsche übersetzt worden. Der Lesung geht ein Übersetzungsprojekt (von Irene Below und Barbara Daiber) voran, an dem die Darstellerin Isabel Remer selbst als Übersetzerin mitwirkte. Die Lesung wird an das jüdische Fest "Sukkot", das Laubhüttenfest, geknüpft, das in diesen Tagen stattfindet. Die kleinen und großen Besucher erhalten nach der Vorführung Einblicke in die Bräuche und Rituale des Festes.

Die Jüdische Gemeinde Bielefelds nach 1945

am Dienstag, 21. September 2021 um 19.00 Uhr

Sukka der Jüdischen Kultusgemeinde – Detmolder Straße 107 – 33604 Bielefeld

Mit Schauspiel, Lesung und Musik präsentieren die Bielefelder Theatermacher Isabel Remer und Daniel Scholz Ausschnitte aus dem Kinderbuch „Beatriz und die Platane“. Die Geschichte handelt von einem mutigen Mädchen, das sich gegen die Entscheidung des Stadtrates auflehnt, eine alte Platane zu fällen, die nicht ins moderne Stadtbild passt. Geschrieben hat das Buch die lokale Exilschriftstellerin Ilse Losa (* 20. März 1913 in Buer bei Melle; 1934 Emigration nach Portugal, gestorben am 6. Januar 2006 in Porto). Die deutsch-jüdische Autorin ist in Portugal preisgekrönt, in Deutschland jedoch wenig bekannt. Ihre Kinderbücher sind bislang nicht ins Deutsche übersetzt worden. Der Lesung geht ein Übersetzungsprojekt (von Irene Below und Barbara Daiber) voran, an dem die Darstellerin Isabel Remer selbst als Übersetzerin mitwirkte. Die Lesung wird an das jüdische Fest "Sukkot", das Laubhüttenfest, geknüpft, das in diesen Tagen stattfindet. Die kleinen und großen Besucher erhalten nach der Vorführung Einblicke in die Bräuche und Rituale des FestesIrith Michelsohn, Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefelds und Generalsekretärin der Union Progressiver Juden in Deutschland, lädt ein zum Podiumsgespräch über die Entwicklung der Jüdischen Gemeinde in Bielefeld von 1945 bis heute. Mit auf dem Podium sitzen Yuval Adam, Kantor der Jüdischen Kultusgemeinde und Bernd Wagner, Historiker.

Da die Veranstaltung während des traditionellen Laubhüttenfests, Sukkot, stattfindet, sind alle Anwesenden im Anschluss an die Gesprächsrunde herzlich zu einem zwanglosen Austausch in die Sukka eingeladen.

Bitte nehmen Sie wetterentsprechende Kleidung mit.

Jüdisches Leben in Deutschland

Jerusalem am Rhein - Juden, Christen und die Anfänge jüdischen Lebens in Deutschland

am Donnerstag, 23. September 2021 um 18.00 Uhr

Synagoge Beit Tikwa, Detmolder Straße 107 – 33604 Bielefeld

Seit wann leben Juden in Deutschland? Diese Frage beschäftigt die Menschen in diesem Land nicht erst seit dem Festjahr 2021, so Referentin Frau Dr. Lucia Raspe. Schon im Mittelalter gab es dazu eine lebhafte Diskussion. In den alten Städten an Rhein und Donau waren sich Juden und Nichtjuden häufig darüber einig, dass die Geschichte der jüdischen Ansiedlung am eigenen Ort mindestens bis in die Römerzeit zurückreichte. Was das allerdings bedeutete, wurde von den beiden Seiten ganz unterschiedlich bewertet. Der Vortrag wird anhand von Beispielen zeigen, wie die Vorstellung, die man sich von der gemeinsamen Geschichte machte, im alltäglichen Austausch zwischen christlichen und jüdischen Nachbarn verhandelt wurde; er führt damit zugleich zu den zentralen Themen der interreligiösen Auseinandersetzung.

Im Anschluss an den Vortrag stellt Sylvia Löhrmann, frühere stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen und derzeit Generalsekretärin des Vereins "321: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" Ziele und Projekte des deutsch-jüdischen Festjahres 2021 vor. "Wir wollen 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland würdigen und damit Vorurteile überwinden, das Miteinander stärken sowie den erstarkenden Antisemitismus bekämpfen", so die Generalsekretärin des Vereins.

Den musikalischen Rahmen gestaltet Paul Yuval Adam, Kantor der Jüdischen Kultusgemeinde

Konzert: Mein blaues Klavier

Gedichte von Else Lasker-Schüler, vertont von Bernd Wilden

ELS 1909Für Gottfried Benn war sie "die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte". Tatsächlich gilt die deutsch-jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler (1869-1945) als herausragende Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus in der deutschen Literatur.

Komponist Bernd WildenAls Beitrag zum Jubiläumsjahr 2021 anlässlich des 1700-jährigen Bestehens jüdischer Kultur und Geschichte in Deutschland wird die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld das einzigartige Werk Else Lasker-Schülers als besonderes Beispiel für den Beitrag jüdischer Künstler zur kulturellen Identität Deutschlands mit einer Auftragskomposition in den Fokus rücken.

Als Beitrag zum Jubiläumsjahr 2021 anlässlich des 1700-jährigen Bestehens jüdischer Kultur und Geschichte in Deutschland wird die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld das einzigartige Werk Else Lasker-Schülers als besonderes Beispiel für den Beitrag jüdischer Künstler zur kulturellen Identität Deutschlands mit einer Auftragskomposition in den Fokus rücken.

Karten für den 26.09.2021 im Vorverkauf über die Jüdische Kultusgemeinde unter 0521-123083 oder info@juedische-gemeinde-bielefeld.de und an der Abendkasse zu 15 €, ermäßigt 10 €.

Das Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung gefördert. Es ist eines von 24 Projekten, die im Rahmen des Förderschwerpunktes der LWL-Kulturstiftung zum diesjährigen Festjahr „#2021 JLID - Jüdisches Leben in Deutschland“ unterstützt werden.

Wir danken allen Förderern und Unterstützern, die diese Veranstaltungen zu 1700 Jüdisches Leben in Deutschland möglich machen.

Bitte sehen Sie sich dazu den ausführlichen Flyer mit den zahlreichen Veranstaltungen zu den Jüdischen Kulturtagen in Bielefeld sowie die Kulturangebote der Evangelischen Kirche von Westfalen an.

Bildrechte „ELS 1909“: Else Lasker-Schüler-Gesellschaft, Wuppertal
Bildrechte „Komponist Bernd Wilden“: Alejandro Arditi

LWL Kulturstiftung
Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung

Rückblicke

Wenn ein Mitmensch Hilfe braucht
Bielefelder Religionsgemeinschaften werben für 20-Euro-Hilfspakete durch die Solidarische Corona-Hilfe

Wenn ein Mitmensch Hilfe braucht

Bielefeld, 28.5.2020. „Wenn ein Mitmensch Hilfe braucht und du ihm helfen kannst, dann weigere dich nicht, es zu tun.“ Der Satz aus dem Alten Testament (Sprüche Salomo, Kapitel 3,27) fasst in guter Weise zusammen, warum die vier großen Religionsgemeinschaften gemeinsam das Anliegen der Solidarischen Corona-Hilfe in Bielefeld unterstützen.

Die Idee der Solidarpakete ist eigentlich ganz einfach: Menschen mit geringem Einkommen (insbesondere Grundsicherungsempfänger) erhalten eine direkte Unterstützung in Form von 20-Euro-Einkaufsgutscheinen (maximal alle drei Monate). Dabei werden die regional gesammelten Spenden vollständig in der Region für die dort lebenden Menschen mit geringem Einkommen ausgegeben.

Franz Schaible, Vorsitzender der Stiftung Solidarität, freut sich sehr über das gemeinsame Engagement der Bielefelder Religionsgemeinschaften, die jetzt bei ihren Gemeindegliedern für eine Spende in Höhe eines Einkaufsgutscheins über 20 Euro – entweder für Lebensmittel oder für Drogerieartikel – werben.

Superintendent Christian Bald vom Evangelischen Kirchenkreis Bielefeld spricht aus, was alle Vertreter eint: „Das Solidarpaket trifft sozusagen mitten in den Kern unseres Glaubens als Christen, Juden und Muslime. Denn Nächstenliebe ist eine fest in unserem jeweiligen Glauben verankerte Einsicht, Hilfe und Unterstützung den Menschen zukommen zu lassen, die Hilfe brauchen. Ohne danach zu fragen, ob sie einer Religion angehören oder nicht.“ Dies betonen auch Norbert Nacke, katholischer Dechant für Bielefeld und Amin Alich vom Bündnis Islamischer Gemeinden Bielefeld. Irith Michelsohn, Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld: „Wenn nicht jetzt, wann dann und wo sonst sollte sich zeigen, was uns verbindet. Sonst wären unsere Religionen hohl und leer.“

Spendenkarte für das Solidarpaket

Weitere Informationen zu den Solidarpaketen in Corona-Zeiten finden sich auf der Internetseite der gemeinnützigen Stiftung Solidarität inkl. Online-Spendenmöglichkeit: www.solidarpaket.de. Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE 36 3702 0500 5577 7777 77.

Foto (v.l.): Franz Schaible (Vorsitzender der Stiftung Solidarität), Sozialpfarrer Matthias Blomeier (Evangelischer Kirchenkreis Bielefeld), Dechant Norbert Nacke (Katholisches Dekanat Bielefeld), Superintendent Christian Bald (Evangelischer Kirchenkreis Bielefeld), Amin Alich (Bündnis Islamischer Gemeinden Bielefeld) und Irith Michelsohn (Vorsitzende Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld).

Baumfällarbeiten

Baumfällarbeiten auf dem Jüdischen Friedhof

Die Firma Baumfällservice Matthias Gerlach aus Oerlinghausen hat zum wiederholten Mal Baumfällarbeiten auf dem Friedhof der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld durchgeführt. Diese wurden leider durch Sturmschäden oder durch Pilzbefall an den Bäumen nötig.

Eindrücke von den Feierlichkeiten zum 10. Jubliläum