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Informationsblatt der jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld

Hier können Sie einen Überblick über die neuen Ereignisse unserer Gemeinde bekommen und das aktuelle Informationsblatt der jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld downloaden.

Aktuelle Bekanntmachung

Aus gegebenem Anlass werden alle Gottesdienste in der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld bis zum 18. April 2020 abgesagt.

Nähere Informationen finden Sie im folgenden PDF:
» Absagen wegen des Coronavirus

Veranstaltungen + Termine

Tag der Religionen 2020
Fällt aus!

Am 29. März 2020 von 14:00 bis 18:00 Uhr

Tag der Religionen 2020

in der Ravensberger Spinnerei, Historischer Saal, Ravensberger Park 1, Bielefeld

Die Rolle von Religion(en) ist heute ambivalent: ihre Bedeutung in unserer Gesellschaft nimmt einerseits ab, andererseits haben viele Konflikte einen religiösen Hintergrund.
Für den Bielefelder „Dialog der Religionen“ steht jedoch die friedensstiftende Rolle der Religionen und die Idee eines friedlichen, respektvollen Miteinanders in unserer Stadt im Mittelpunkt.

Verschiedene Religionsgemeinschaften aus Bielefeld werden sich am „Tag der Religionen“ vorstellen und es gibt viel Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen, Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede, zu entdecken und Vorurteile abzubauen.

Neben der Vorstellung der verschiedenen Religionsgemeinschaften wird ein wichtiger Bestandteil die Frage nach Gewalt und Rassismus in (der eigenen) Religion sein.

Sie ist auch Thema des Hauptvortrages „Gewalt und Rassismus in den Religionen“ um 16 Uhr. Referent: Dr. Michael Schmiedel, Religionswissenschaftler an der Uni Bielefeld

Herzliche Einladung!

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Bielefeld im Rahmen der Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus.

Veranstalter:
Bielefelder Dialog der Religionen (vormals „Bielefelder Trialog“)
Kontakt: Pfarrerin Simone Venghaus, simveng@t-online.de, 0521 15842

» Flyer: Tag der Religionen 2020 als pdf

Gedenken
Fällt aus!

Yom haShoa

am 21. April 2020 von 15.00 – 20.00 Uhr

JEDE ERMORDETE, JEDER ERMORDETE HAT EINEN NAMEN

Namenslesung am Rathausplatz

Am Dienstag, den 21. April, findet im Jahr 2020 der Gedenktag für die ermordeten Juden Europas statt. An diesem Tag werden in Bielefeld auf dem Platz zwischen Altem und Neuem Rathaus in der Zeit von 15 bis ca. 20 Uhr die Namen von mehr als 2.000 Jüdinnen und Juden verlesen, die vom Bielefelder Bahnhof aus in den Jahren 1938 bis 1945 in die Ghettos und Konzentrationslager deportiert oder auf andere Weise ermordet wurden oder umgekommen sind.

Die Namenslesung und die Ausrichtung des Gedenktags wird von der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld organisiert.

Yom haShoa, gibt es in Israel seit 1951, er hat den Charakter eines ernsten nationalen Gedenktages. Zur Eröffnungszeremonie abends zu Beginn von Yom haShoa werden sechs Fackeln entzündet, die symbolisch für die sechs Millionen jüdischen Opfer der Shoa stehen.

Veranstalter:
Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld K.d.ö.R.

Konzert

Konzert mit Liran Levi & Simon Steffgen

EINE REISE IN DIE WELT DES ARABISCHEN JUDENTUMS

am Sonntag, den 24. Mai 2020 um 17.00 Uhr

in der Synagoge Beit Tikwa der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld
Detmolder Straße 107, 33604 Bielefeld

Liran Levi (Gesang) und Simon Steffen (Violoncello) möchten in einer Mischung von Vortrag und Musik einen Einblick in die Welt der arabisch-jüdischen Musik geben. Vorgestellt werden Besonderheiten dieser Musik, ihre Geschichte und einige ihrer vielfältigen Traditionen. So z.B. aus Jerusalem, Aleppo, Marokko und dem Irak. Es sind vor allem Stücke mit liturgischem Hintergrund. Es darf auch mitgesungen werden.

Gehen Sie mit auf diese Entdeckungsreise des orientalischen Judentums mit Hilfe der Melodien des arabischen Judentums von der Antike bis in die Gegenwart.

Konzert im Rahmen des Israel-Tages, der am 24. Mai 2020 um 12.00 Uhr in der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld beginnt.

Veranstalter:
Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld
Zentralrat der Juden in Deutschland

Eintritt frei, um eine Spende am Ausgang wird gebeten

Lesung

Lesung mit Pfarrer Hans Walter Goll

„Krefeld – Theresienstadt – Voltri“

Dienstag, den 26. Mai 2020 um 19.00 Uhr in der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld
Detmolder Straße 107 – 33604 Bielefeld

Die Krefelder Jüdin Auguste Hertz gehört zu den 223 Opfern des sog. „Altentransportes“ von Krefeld nach Theresienstadt am 25. Juli 1942. Sie wäre in Vergessenheit geraten, hätte nicht Werner Goll, der Vater des Autors, die Erinnerung an sie wachgehalten. Gleichzeitig traf er wegen der Deportation von Auguste Hertz, die eine jüdische Tante von ihm war, als Wehrmachtssoldat in Genua-Voltri 1945 eine folgenschwere Entscheidung…

Davon und vom Schicksal von Auguste Hertz erzählt Hans Walter Goll in diesem außergewöhnlichen Buch.

Einlass ab 18.30 Uhr
Um eine Spende beim Ausgang wird gebeten

Veranstalter: Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld K.d.ö.R.

Unsere gemeinsame Erklärung gegen die AfD auf deutsch und russisch!

Rückblicke

Rede von Landtagspräsident André Kuper - November 2019

Rede von Landtagspräsident André Kuper
anlässlich der Gedenkfeier zum Pogrom 1938
am 10. November 2019, 12:00 Uhr
Jüdischer Friedhof Rheda Wiedenbrück

Anrede,

ich bin sehr dankbar dafür, dass wir uns heute die Zeit nehmen, um innezuhalten und zu erinnern an das, was vor mehr als 80 Jahren in unserem Land geschehen ist.

Synagogen brannten, Geschäfte wurden geplündert, jüdische Menschen gedemütigt, geschlagen und auch getötet. Das war keine Reichskristallnacht, das war eine Reichspogromnacht. Eine Nacht der auf Kopfsteinpflaster dröhnenden Nagelschuhe. Wir wissen das: Am Ende stand die Shoa. Beispiellos in der Geschichte.

Auch die Synagoge hier in Rheda wurde nicht verschont. Eine alte westfälische Landsynagoge, die 1803 geweiht wurde. Um drei Uhr morgens haben sie das Feuer gelegt. In der Nacht! Im Schutz der Dunkelheit! Im Bund mit der Finsternis! Wenn wir die Bilder heute sehen von den brennenden Synagogen, dann wissen wir: Alles war geplant.

Ich weiß nicht, ob es ein Foto von der brennenden Synagoge in Rheda gibt, aber es gibt eines von der in Bielefeld! Wenn wir die Bilder sehen heute, dann spüren wir: da ist mehr zerstört worden als Holz und Stein, als Dächer und Keller. Das war ein Angriff auf unsere Kultur! Das war ein Angriff auf die Zivilisation! Ein Angriff auf uns selber!

II.

Wir haben in diesem Jahr „70 Jahre Grundgesetz“ gefeiert.
70 Jahre Demokratie.
70 Jahre Menschenrechte.
70 Jahre Religionsfreiheit und Gleichheit aller Menschen.

Und vor diesem Hintergrund betrübt es uns in besonderer Weise, was wir vor einigen Wochen in Halle, in Sachsen Anhalt erlebt haben: Ein junger Mann schießt auf die Tür einer Synagoge. Er erschießt zwei Menschen. Er verletzt weitere Menschen. Und: Er zerstört damit nicht nur das Leben anderer, sondern auch sein eigenes Leben und das seiner Familie.

Es ist nicht die einzige antisemitische Tat in unserem Land! In den Tagen nach diesem Terrorakt veröffentlichte eine Zeitung eine Liste mit antisemitischen Taten aus diesem Jahr! Von München bis Kiel! Juden werden bedroht, ihre Kippoth werden heruntergerissen, sie werden bespuckt und geschlagen.

Sie alle kennen die sog. „Stolpersteine“ von Gunter Demnig. Auch hier in Ostwestfalen erinnern sie vor den Häusern an deportierte und ermordete jüdische Bewohner. Beinahe täglich werden solche Steine ausgegraben und gestohlen. Nicht nur in Deutschland, auch beispielsweise in Italien (Rom). Gunter Demnig schätzt die Zahl dieser zerstörten Steine auf eine Zahl im hohen dreistelligen Bereich. (bis 2017 waren es 630)
Das ist unvorstellbar!

Meine Damen und Herren, gegen all das stehen wir auf. Das lassen wir nicht zu! Da sind wir gefordert, auch hier in Rheda-Wiedenbrück.

„Israel ist unser Unglück. Schluss damit“ – Hieß es zweideutig auf einem Wahlplakat der Partei „Die Rechte“ in Dortmund und in anderen Städten. So zweideutig, dass die Justizbehörden gesagt haben, es ist nicht eindeutig antisemitisch. Aber wir wissen, dass es antisemitisch gemeint ist.

Und es ist wenigstens menschenverachtend, wenn dieselbe Partei mit dem Slogan wirbt: „Wir hängen nicht nur Plakate!“
Meine Damen und Herren, das ist nicht weniger als das Wahlversprechen der Wiedereinführung der Todesstrafe!

Wer Wind sät, wird Sturm ernten – so heißt es in der Bibel. Und damit bin ich bei der Ableitung: Aus Worten werden Taten. Unsere Sprache verrät unsere Absicht. Und wer den Nationalsozialismus als „Vogelschiss der Geschichte“ bezeichnet, der, meine Damen und Herren, hat keine guten Absichten im Blick auf unser Land und seine Aussöhnung mit Israel und seinen jüdischen Bürgern hier.

Längst sind die Opfer der Rechtsradikalen nicht allein ausländische oder jüdische Menschen. Denken Sie an den Mord an Walter Lübke in Kassel! In Deutschland werden wir Stürme verhindern – und wir werden auch einen neuen Stürmer verhindern, jedwede Art rechtsradikaler Propaganda in Zeitungen wie im Internet!

III.

Heute haben wir uns an dieser Stelle als Demokraten zusammengefunden. Wir stehen alle hier auf dem Boden der Grund- und der Menschenrechte! „Nie wieder!“ – das ist nicht bloß ein Spruch auf irgendeinem Transparent. Sondern damit ist es uns ernst! Wir mögen unterschiedliche Ämter haben, verschiedenen Kirchen oder Parteien angehören. Aber wir sind uns einig darin,

  • dass der Weg Deutschlands in die Zukunft nur über den schweren Blick in die Erinnerung möglich ist.
  • dass er nur als ein demokratischer Weg möglich ist.
  • und dass er nur als ein Weg mit Israel möglich ist und nicht gegen oder ohne Israel.

Und deshalb sage ich: Das hier heute ist keine Folklore! Das ist nicht bloß ein Blick in unsere dunkle Vergangenheit! Das hat mit uns und unserer Freiheit zu tun. Das ist eine Demonstration der Freiheit! Das ist eine Ansage!

  • Wir dulden nicht, was wir in Halle gesehen haben im Oktober.
  • Wir dulden nicht, was in Chemnitz vor einem Jahr passiert ist: Hier wird kein jüdisches Restaurant überfallen. Wir werden wachsam sein und wehrhaft!

IV.

  • Auch vor diesem Hintergrund bin ich dankbar, dass das Präsidium des Landtages vor einigen Wochen die Gedenkstätte Auschwitz besucht hat.
  • Ich bin dankbar dafür, dass wir dort jungen Menschen aus unserem Land begegnet sind, Schülerinnen und Schülern, die sich mit der Geschichte der Juden in Europa, mit der Shoa und dem Nationalsozialismus beschäftigen.
  • Ich bin dankbar dafür, dass wir am kommenden Dienstag im Düsseldorfer Landtag eine Veranstaltung haben können, die sich mit der Geschichte des Jiddischen befasst. Es wird eine Lesung geben, einen Vortrag zum Jiddischen und es werden Jiddische Lieder gesungen.
  • Im Januar wird der Landtag an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 75 Jahren erinnern.

V.

Meine Damen und Herren,

an einem Tag und einem Ort wie diesem kommen einem viele Dinge in den Kopf, die bleibende Aufgaben sind. Die größte dieser Aufgaben, davon bin ich überzeugt, ist es, die europäische Einigung weiter voranzutreiben.

Jede nationalstaatliche Lösung, jeder Sonderweg wirft uns ein großes oder ein kleines Stückchen zurück auf dem Weg, der mit den beiden Worten Frieden und Freiheit umschrieben und flankiert ist.

Eine Gedenkfeier, meine Damen und Herren, wirft den Blick zwar zurück auf das unabänderlich Geschehene! Aber eine Gedenkfeier richtet den Blick zugleich nach vorn und beschreibt Perspektiven.

In diesem Sinne müssen wir das Schwere aushalten, aber wir sind nicht gelähmt. Wir stehen an einem Tag wie diesem besonders eng an der Seite unserer jüdischen Bürgerinnen und Bürger!

Wir sind einfach dankbar, dass es sie gibt!

Rabbiner Henry G. Brandt - 2019

Verleihung des Estrongo-Nachama-Preises

Laudatio des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, beim Festakt zu Ehren von Rabbiner Henry G. Brandt anlässlich der Verleihung des Estrongo-Nachama-Preises der Meridian-Stiftung und der Ehrung durch die Allgemeine Rabbinerkonferenz, 11.9.2019, Berlin

Wander-Pratizipationspreis 2019

Wander-Pratizipationspreis 2019

Dieser Preis ist Personen gewidmet, die sich öffentlich für Integration oder Inklusion engagieren. Der Gründer der Aktion „DANKE BIELEFELD“ Dr. Faraj Remmo versteht Partizipation als Mitgestaltung und Mitentscheidung gesellschaftlicher Akteure für ein friedliches Zusammenleben.

» DANKE-Bielefeld-Verleihung-2019.pdf

Jüdischen Kulturtage Bielefeld

Alles zu den Jüdischen Kulturtagen in Bielefeld gibt es unter https://www.vhs-bielefeld.de/ und https://www.vhs-bielefeld.de/.

» Flyer - Jüdische Kulturtage

Eindrücke von den Feierlichkeiten zum 10. Jubliläum

Feierstunde für Rabbiner Henry BrandtFoto: Tobias Barniske 

Würdigung des früheren Landesrabbiners Henry G. Brandt anlässlich seines 90. Geburtstages