• Herzlich Willkommen

Informationsblatt der jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld

Hier können Sie einen Überblick über die neuen Ereignisse unserer Gemeinde bekommen und das aktuelle Informationsblatt der jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld downloaden.

Jüdisches Leben in Deutschland 2021

Veranstaltungen + Termine

Öffentliche Veranstaltungen 1. Halbjahr 2022
Bitte beachten Sie die Zugangsvoraussetzungen!

Zu Staub und Asche

Zu Staub und Asche

Am DONNERSTAG, 27. JANUAR 2022, 19.00 UHR,
gedenken wir in der Synagoge Beit Tikwa, Detmolder Straße 107, 33604 Bielefeld der Befreiung des Konzentrations – und Vernichtungslagers Auschwitz – Birkenau vor 76 Jahren.

Aus diesem Anlass zeigt der Künstler Peter Sommer aus seinem Zyklus „ Räderwerk“ Staub- und Aschearbeiten zum Holocaust, die bereits im Jahr 2006 in der Alten Synagoge Oerlinghausen ausgestellt wurden. Zu sehen sind Fahnen und Tableaus mit Narben und Spuren, herausgekratzt oder eingegraben in ein Asche/Staubgemisch. Es sind Zeichen und Chiffren für Gewalt und Zerstörung, für verbrannte und geschundene Erde.

Peter Sommer, geboren 1935 in Neustadt Oberschlesien, kam 1947 als Vertriebener nach Westdeutschland. Er lehrte bis 2000 an der Universität Bielefeld hauptamtlich im Fachbereich Kunst und erhielt für seine künstlerischen Verdienste von der Universität Bielefeld den Titel eines Honorarprofessors. Das Land Niedersachsen verlieh ihm 1995 den Schlesierpreis für Bildende Kunst.

Einführung: Peter Sommer
Musik: Paul Yuval Adam

Gäste sind herzlich willkommen, es gilt die 2Gplus – Regelung
Eintritt frei – um eine Spende am Ausgang wird gebeten.

Die Torarolle von Tscherwen/Belarus

DIENSTAG, 1. FEBRUAR 2022, 19.00 UHR
Synagoge Beit Tikwa, Detmolder Straße 107, 33604 Bielefeld

Seit 2004 befindet sich in der Obhut der Jüdischen Kultusgemeinde in Bielefeld ein außergewöhnliches Dokument: eine Torarolle, genauer, eine zerstörte Rolle, von der drei Teile erhalten sind.

Der Ursprung dieser Tora führt nach Tscherwen im heutigen Belarus, 65 Kilometer südöstlich von Minsk.

Untrennbar verbunden mit der Geschichte dieser Tora ist das Schicksal der jüdischen Gemeinde.

Am 31. Januar / 1. Februar 2022 jährt sich zum 80. Mal die Ermordung der jüdischen Gemeinde von Tscherwen durch ein Einsatzkommando der SS.

Dr. Martin Humburg, der 1998 eine Promotion über „Feldpostbriefe von Wehrmachtsoldaten“ abschloss, hat in den Jahren danach die Geschichte dieser Thorarolle erschlossen.

Die Thorarolle ist mit ihren Brandspuren ein Dokument, dass die gesamte Spanne zwischen Zerstörung und Bewahrung in sich trägt - ein sprechendes Zeugnis der Zeitgeschichte.

Eintritt frei – um eine Spende am Ausgang wird gebeten
Für den Einlass gilt die 2Gplus Regelung

Erfolg und Verfolgung – verfemte Musikerinnen in der NS-Zeit

SONNTAG, 6. MÄRZ 2022, 17.00 UHR
Synagoge Beit Tikwa, Detmolder Straße 107, 33604 Bielefeld

Das Wort “verfemt” setzte sich in den letzten Jahren anstelle des nationalsozialistischen Begriffs “entartet” durch. Mit jenem Begriff beschrieben die Nationalsozialisten Kunstwerke und Künstler, die nicht ihrer eigenen Ideologie entsprachen. Kulturelle Aktivitäten und die Ausübung dieser Kunst, sei es in der Literatur, im Film, im Theater oder in der Musik, wurden verboten. Diejenigen, die sie praktizierten wurden verfolgt und nicht zuletzt verhaftet oder ermordet. Besonders jüdische Künstlerinnen hatten unter den Repressalien zu leiden.

In diesem Vortrag mit Musik werden die Biografien und Werke von vier jüdischen Frauen vorgestellt, deren Aktivitäten und Schicksale nicht unterschiedlicher hätten verlaufen können.

Ramona Kozma (Vortrag und Gesang) präsentiert zusammen mit Hannah Heuking (Klarinette) und Rinka Shinada (Klavier) die Sängerin Dora Gerson, die Komponistinnen und Pianistinnen Alice Jacob-Loewenson und Ilse Fromm-Michaels und die Aktivistin Ida Gorinstein-Grudzianowski.

Eintritt 5,00 €
Für den Einlass gilt die 2Gplus Regelung

Yom haShoa

DONNERSTAG, 28. APRIL 2022, 15.00 – 20.00 UHR

JEDE ERMORDETE, JEDER ERMORDETE HAT EINEN NAMEN

Namenslesung am Rathausplatz

Am Donnerstag, den 28. April, findet im Jahr 2022 der Gedenktag für die ermordeten Juden Europas statt. An diesem Tag werden in Bielefeld auf dem Platz zwischen Altem und Neuem Rathaus in der Zeit von 15 bis ca. 20 Uhr die Namen von mehr als 2.000 Jüdinnen und Juden verlesen, die vom Bielefelder Bahnhof aus in den Jahren 1938 bis 1945 in die Ghettos und Konzentrationslager deportiert oder auf andere Weise ermordet wurden oder umgekommen sind.

Die Namenslesung und die Ausrichtung des Gedenktags wird von der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld organisiert.

Yom haShoa, gibt es in Israel seit 1951, er hat den Charakter eines ernsten nationalen Gedenktages. Zur Eröffnungszeremonie abends zu Beginn von Yom haShoa werden sechs Fackeln entzündet, die symbolisch für die sechs Millionen jüdischen Opfer der Shoa stehen.

Mincha-Gottesdienst zur Amtseinführung von Rabbinerin Natalia Verzhbovska

SONNTAG, 8. MAI 2022, 16.00 UHR

Synagoge Beit Tikwa, Detmolder Straße 107, 33604 Bielefeld

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wird die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld K.d.ö.R. wieder eine in der Stadt lebende und für die Gemeinde Bielefeld arbeitende Rabbinerin haben.

Darüber freuen wir uns und sind dankbar.

In einem feierlichen Mincha-Gottesdienst wollen wir unsere Rabbinerin in ihr Ge- meindeamt einführen und den Bielefelder*innen die Gelegenheit geben, Frau Rabbinerin Natalia Verzhbovska, die ihre Smicha (Ordination) 2015 in der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld durch das Abraham Geiger Kolleg erhielt, kennenzulernen.

Der Gottesdienst und die Feier beginnen um 16.00 Uhr.

Eine schriftliche Anmeldung unter info@juedische-gemeinde-bielefeld.de mit Angabe des vollständigen Namens und der Anschrift sind bis zum 25. April 2022 erforderlich. Diese gilt noch nicht als Teilnahmebestätigung. Eine anschließende Bestätigung wird von der Gemeinde zugesandt.

Rückblicke

Wenn ein Mitmensch Hilfe braucht
Bielefelder Religionsgemeinschaften werben für 20-Euro-Hilfspakete durch die Solidarische Corona-Hilfe

Wenn ein Mitmensch Hilfe braucht

Bielefeld, 28.5.2020. „Wenn ein Mitmensch Hilfe braucht und du ihm helfen kannst, dann weigere dich nicht, es zu tun.“ Der Satz aus dem Alten Testament (Sprüche Salomo, Kapitel 3,27) fasst in guter Weise zusammen, warum die vier großen Religionsgemeinschaften gemeinsam das Anliegen der Solidarischen Corona-Hilfe in Bielefeld unterstützen.

Die Idee der Solidarpakete ist eigentlich ganz einfach: Menschen mit geringem Einkommen (insbesondere Grundsicherungsempfänger) erhalten eine direkte Unterstützung in Form von 20-Euro-Einkaufsgutscheinen (maximal alle drei Monate). Dabei werden die regional gesammelten Spenden vollständig in der Region für die dort lebenden Menschen mit geringem Einkommen ausgegeben.

Franz Schaible, Vorsitzender der Stiftung Solidarität, freut sich sehr über das gemeinsame Engagement der Bielefelder Religionsgemeinschaften, die jetzt bei ihren Gemeindegliedern für eine Spende in Höhe eines Einkaufsgutscheins über 20 Euro – entweder für Lebensmittel oder für Drogerieartikel – werben.

Superintendent Christian Bald vom Evangelischen Kirchenkreis Bielefeld spricht aus, was alle Vertreter eint: „Das Solidarpaket trifft sozusagen mitten in den Kern unseres Glaubens als Christen, Juden und Muslime. Denn Nächstenliebe ist eine fest in unserem jeweiligen Glauben verankerte Einsicht, Hilfe und Unterstützung den Menschen zukommen zu lassen, die Hilfe brauchen. Ohne danach zu fragen, ob sie einer Religion angehören oder nicht.“ Dies betonen auch Norbert Nacke, katholischer Dechant für Bielefeld und Amin Alich vom Bündnis Islamischer Gemeinden Bielefeld. Irith Michelsohn, Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld: „Wenn nicht jetzt, wann dann und wo sonst sollte sich zeigen, was uns verbindet. Sonst wären unsere Religionen hohl und leer.“

Spendenkarte für das Solidarpaket

Weitere Informationen zu den Solidarpaketen in Corona-Zeiten finden sich auf der Internetseite der gemeinnützigen Stiftung Solidarität inkl. Online-Spendenmöglichkeit: www.solidarpaket.de. Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE 36 3702 0500 5577 7777 77.

Foto (v.l.): Franz Schaible (Vorsitzender der Stiftung Solidarität), Sozialpfarrer Matthias Blomeier (Evangelischer Kirchenkreis Bielefeld), Dechant Norbert Nacke (Katholisches Dekanat Bielefeld), Superintendent Christian Bald (Evangelischer Kirchenkreis Bielefeld), Amin Alich (Bündnis Islamischer Gemeinden Bielefeld) und Irith Michelsohn (Vorsitzende Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld).

Baumfällarbeiten

Baumfällarbeiten auf dem Jüdischen Friedhof

Die Firma Baumfällservice Matthias Gerlach aus Oerlinghausen hat zum wiederholten Mal Baumfällarbeiten auf dem Friedhof der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld durchgeführt. Diese wurden leider durch Sturmschäden oder durch Pilzbefall an den Bäumen nötig.

Eindrücke von den Feierlichkeiten zum 10. Jubliläum